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STELLWERK

Anliegen

Der Ausgangspunkt

Wir sind angetreten, weil Kinder, Jugendliche und Familien in Belastungssituationen mehr brauchen als Verfahren und Maßnahmen. Sie brauchen Menschen, die antworten. Die zuhören, bevor sie einordnen. Die verstehen wollen, bevor sie bewerten. Und die verlässlich bleiben, auch wenn es schwierig wird.

Menschenbild

Drei Überzeugungen

Drei Überzeugungen tragen jede fachliche Entscheidung, die bei uns getroffen wird.

  • Der gute Grund

    Menschen verhalten sich nicht ohne Sinn. Auch Verhalten, das stört oder ratlos macht, ist eine Antwort auf erlebte Erfahrungen.

  • Entwicklung

    Kein Mensch ist mit seiner Geschichte fertig. Veränderung wird möglich, wo eine sichere Beziehung, Selbstwirksamkeit und ein Blick für Ressourcen zusammenkommen.

  • Würde

    Jeder Mensch hat Anspruch darauf, mit Achtung behandelt zu werden, gerade dann, wenn Fehler geschehen sind. Wir arbeiten mit Menschen, nicht an ihnen.

Fachliche Orientierung

Vier Quellen

Wir arbeiten nicht nach einem einzelnen Programm, sondern aus einer Haltung, die sich aus vier fachlichen Quellen speist.

  • Entwicklung im Zusammenhang

    Feldorientiertes Arbeiten

    Wir machen sichtbar, was Entwicklung fördert, was sie hemmt und an welcher Stelle eine Veränderung neue Bewegung ermöglicht.

  • Der sichere Ort

    Traumapädagogik

    Auffälliges Verhalten verstehen wir als Überlebensstrategie. Sicherheit, Transparenz und echte Beteiligung gehen jeder Zielsetzung voraus.

  • Sprache schafft Wirklichkeit

    Wertschätzende Kommunikation

    Wir trennen Beobachtung von Bewertung und setzen Bitten an die Stelle von Vorwürfen. Das gilt auch dort, wo wir klar handeln müssen.

  • Kein Mensch ist eine Insel

    Systemisch und ressourcenorientiert

    Ein Symptom beim Kind erzählt oft etwas über das System, in dem es lebt. Wer nur Defizite sieht, sieht die Hälfte.

Qualität

Dokumentation

Akten begleiten Kinder und Familien über Jahre. Formulierungen wandern von Bericht zu Bericht und prägen, wie Jugendämter, Gerichte und künftige Helfer einen Menschen sehen, lange bevor sie ihn kennenlernen.

Deshalb ist Dokumentation für uns nicht Verwaltungspflicht, sondern Teil der pädagogischen Arbeit. Wir trennen Beobachtung von Einschätzung, kennzeichnen Deutungen als überprüfbare Hypothesen und halten fest, was gelingt. Verbindlich geregelt ist das in unserem Dokumentationsmanual.

Aufbauphase

Unsere Leistungen

Stellwerk befindet sich in der Aufbauphase. Wir beginnen mit dem, was fachlich am weitesten entwickelt ist und erweitern erst, wenn Strukturen, Personal und Qualität tragfähig sind. Leitend ist der Grundsatz: so ambulant wie möglich, so stationär wie nötig.

  • ELF, Elterliche Lerngemeinschaft und Familienwirksamkeit

    Videogestützte Elternarbeit im Einzel- und Gruppensetting als eigenständige methodische Hilfe zur Erziehung.

    § 27 Abs. 2 SGB VIII

    Konzept entwickelt
  • Sozialpädagogische Familienhilfe

    Intensive, alltagsnahe Begleitung der ganzen Familie im eigenen Haushalt.

    § 31 SGB VIII

    Im Aufbau
  • Erziehungsbeistandschaft

    Individuelle Unterstützung des Kindes oder Jugendlichen unter Erhalt des Lebensbezugs zur Familie.

    § 30 SGB VIII

    Im Aufbau
  • Begleiteter Umgang

    Fachlich gestaltete Begleitung von Umgangskontakten, insbesondere bei hochkonflikthaften Trennungen und im Kontext von Rückführungen.

    § 18 Abs. 3 SGB VIII

    Im Aufbau
  • Heimerziehung und betreute Wohnform

    Stationäre Erziehung, Betreuung und Förderung junger Menschen, mit Rückkehrorientierung nach § 37 SGB VIII.

    § 34, § 41 SGB VIII

    Perspektivisch geplant

Alle Leistungen werden auf Grundlage des Hilfeplanverfahrens nach § 36 SGB VIII erbracht und in Abstimmung mit dem örtlich zuständigen Jugendamt aufgebaut.

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